Prezi ist eine webbasierte Präsentationssoftware (www.prezi.com). Sie arbeitet nicht wie OOo-Impress oder MS-PowerPoint mit Slides, sondern mit nur einer großen Fläche („canvas“) auf der die Präsentation gestaltet wird. Auf dieser Fläche lassen sich Texte, Bilder und Graphikelemente wie in einem Mind-Map anordnen und während der Präsentation gezielt ansteuern. Durch vergrößern, verkleinern und unterschiedliche Winkel der Objektanordnung wird es dynamisch und bietet eine neue Art der Präsentationstechnik.
Ich bin selbst bei einem Vortrag auf dieses Werkzeug gestoßen und habe es bei nächster Gelegenheit mal ausprobiert. Um Prezi zu nutzen muss man sich auf der Seite als Nutzer anmelden. Das ist kostenlos möglich. Allerdings wären Präsentationen, die über einen solchen kostenlosen Zugang erstellt werden, für jeden über die Homepage in einer Beispielsammlung ersichtlich.
Als Student kann man sich hingegen einen „Edu- Zugang“ einrichten, der ebenfalls kostenlos ist, aber nicht die Veröffentlichungspflicht enthält. Als Berechtigungsnachweis dient eine Uni-E-Mail-Adresse.
Die Menüführung ist sehr intuitiv und einfach gehalten. Die angebotenen Tutorials (Kurzfilme) auf der Website bieten zudem genügend Informationen, um sich schnell zurechtzufinden.
Texte lassen sich auf der Oberfläche direkt schreiben und dann über das sogenannte „zebra“ in Größe, Winkel und Anordnung gestalten. Bilder werden einfach über das Menü eingefügt. Unterschiedliche Rahmen und Pfeile bieten als Grafikelemente die Möglichkeit, Informationen zu gruppieren oder Zusammenhänge deutlich zu machen. Insbesondere das Zoomen bietet einen spannenden Weg, das Publikum immer wieder zu überraschen, oder aber zwischendurch wieder auf den roten Faden zurück zu holen.
Nachdem alle Inhalte auf der „canvas“ angeordnet sind, wird die Präsentationsreihenfolge festgelegt. Diese ermöglicht es dann, während der Vorführung, durch einfaches Klicken geordnet über die Inhalte zu spazieren.
Auf der Homepage finden sich viele Beispiele für Präsentationen, die einem auch ein Bündel an Gestaltungsideen für die eigene Arbeit liefern.
Die Vorführung kann dann entweder direkt aus dem Browser erfolgen oder man lädt sich die Präsentation auf den eigenen PC herunter. Gespeichert wird dabei eine exe-Datei , so dass die Präsentation unabhängig vom Internet und von jedem PC gezeigt werden kann. Die Datei wird allerdings schnell sehr groß (20 MB und mehr) und ein E-Mail-Versand o.ä. ist damit erschwert.
Das Anmelden, das webbasierte Erstellen von Dateien und die Veröffentlichungspflicht beim kostenlosen Standardzugang hatten mich erst zurückschrecken lassen. Aber das genaue Lesen der Nutzungsbedingungen und das Einarbeiten haben sich eindeutig gelohnt. Ich finde es zudem sehr übersichtlich, die Informationen wie in einem großen Mind-Map sortieren zu können.
Aus meiner Sicht bietet Prezi also eine gute Möglichkeit, Ideen etwas kreativer und unkonventioneller als mit den üblichen Programmen darzustellen. Die sinnvolle Nutzung ist natürlich vom Auditorium und dem Thema abhängig zu machen. Bei passender Gelegenheit werde ich Prezi zukünftig sicher noch häufig einsetzen (solang der Edu-Zugang gültig ist
).
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Ich bin gerade auf die Seite gestoßen und bin ziemlich begeistert – eine fantastische Möglichkeit, nicht-lineare Präsentationen zu gestalten. Danke für den Tipp!
Hallo Marco,
für meinen nächsten Vortrag werde ich auch statt auf PowerPoint Folien auf Prezi zurückgreifen. Zusammenhänge lassen sich damit sehr gut visualisieren und Informationen verknüpfen. Toller Hinweis!